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Die Vielfalt an Sprachen in Europa ist enorm. Dies zeigt die Tatsache, dass sich die Zahl der Amtssprachen alleine in der EU von vier auf 23 erhöht hat. Mit jeder Erweiterung kommen neue Sprachen hinzu. So ist es kein Wunder, dass die EU heutzutage den größten Übersetzungsdienst der Welt beschäftigt und darauf setzt, das Lernen von Fremdsprachen zu fördern.
Zwar ist man sich der Herausforderung, die solch ein mehrsprachiges Europa darstellt, durchaus bewusst, jedoch liegen darin ebenso viele Chancen und zudem stellt es einen unschätzbaren kulturellen Wert dar.
Sprachen Europas
Der Großteil der Einwohner Europas spricht indogermanische Sprachen. Dazu zählen vor allem romanische, germanische und slawische Sprachen, aber auch Griechisch, Albanisch, sowie keltische Sprachen werden dazugezählt.
Die zweitgrößte Sprachfamilie stellen die sogenannten uralischen Sprachen mit.
Die 5 größten Sprachen in Europa sind Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Russisch.
Niemand stellt wohl zurzeit die besondere Bedeutung in Frage, die der englischen Sprache zukommt, da sie als internationale Verkehrssprache die Verständigung verschiedener Kulturen ermöglicht. Ihre Entwicklung lässt sich in 4 Phasen unterteilen: Altenglisch, Mittelenglisch, Frühneuenglisch und das moderne Englisch.
Als germanische Volksstämme England im 5. Jahrhundert erobern, beginnt die Geschichte des Englischen.
Die zweite Periode schließlich war stark von französischen Einflüssen geprägt, welcher sich auch am Vokabular ausmachen ließ. Im Laufe der Zeit stieg die Anzahl an neuen Wörtern, auch aus dem lateinischen Wortschatz, stark an.
Die Ursache der weltweiten Verbreitung liegt in der Kolonialisierung. Die Sprache nimmt einerseits Einfluss auf fremde Sprachen, andererseits adaptiert sie auch. Man ist sich einig, dass das Englische in Zukunft wohl kaum an Bedeutung verlieren wird.
Auch die französische Sprache gilt als Weltsprache. Nach Englisch ist sie die am zweitmeisten gelernte Fremdsprache weltweit. Eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des Französischen spielte die Romanisierung, die die bis dato verwandten keltischen Sprachen weitestgehend verdrängte. Aber auch die fränkischen Einflüsse dürfen nicht übesehen werden.
Die deutsche Sprache ist ebenfalls sehr wichtig und steht auf der Liste der zehn wichtigsten Sprachen der Welt. In der europäischen Union ist sie die am meistgesprochene Muttersprache. Wie das Englische lässt sich die deutsche Sprachentwicklung in unterschiedliche Phasen einteilen, sie wird jedoch durch die sogenannte Lautverschiebeung von den übrigen westgermanischen Sprachen getrennt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie durch die zentrale Lage Deutschlands oftmals von anderen Sprachen beeinflusst, besonders durch das Englische, wovon heutzutage zahlreiche Anglizismen zeugen.
Diente die italienische Sprache einst noch als bedeutende Handelssprache, hat sie heute weitgehend an Bedeutung verloren, im Gegensatz zum Spanischen, das überall auf der Welt gesprochen wird.
Doch neben den großen Sprachen sollte man keineswegs die nicht so populären vernachlässigen. Einige Regional- und Minderheitssprachen sind inzwischen Amtssprache, beispielsweise das Walisische in Großbritannien.
Zudem ist auch ein örtlicher Zuwachs der Sprachenvielfalt, insbesondere durch Migration, zu beobachten, wodurch die Sprachenvielfalt Europas nochmals gefördert wird. Durch die Vormachtstellung einiger großer Sprachen jedoch, wie die oben genannten, ist die Zukunft von Minderheitssprachen, vor allem aus dem Osten Europas, ungewiss.
Bedeutung der Vielfalt für den Einzelnen
Es ist unumstritten, dass es für jeden Europäer enorm wichtig ist, Fremdsprachen zu erlernen und es nur von Vorteil sein kann, so vieler Sprachen wie möglich mächtig zu sein, um sich im europäischen Gefüge verständigen zu können.
Nicht nur, weil Sprache das Mittel der Kommunikation ist, sondern auch, um die Kultur der Nachbarn kennenzulernen und zu verstehen, damit ein friedliches Zusammenleben gewährleistet werden kann.
Das Reisen durch ganz Europa steht uns heutzutage völlig offen, doch um die Sprachbarrieren überwinden zu können, sollte man möglichst viele Sprachen gelernt haben. Auch für die Berufliche Zukunft spielt das Beherrschen verschiedener Fremdsprachen mittlerweile eine enorme Rolle!
Deshalb ist das Erlernen von Sprachen wahrlich unerlässlich und sollte so gut wie möglich gefördert werden.